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Podotherapie

Podotherapie

Was ist Podotherapie?

Der Begriff „podo“ lässt schon vermuten, dass diese Methode unsere Füße betrifft. Ursprünglich abgeleitet von der „Podologie“, befasst sich die Podotherapie mit der Ganganlyse und der optimalen Fußbelastung. Eine genaue Analyse und Interpretation führen wenn nötig zu einer Versorgung mit Einlagen. Welche und wieviel Unterstützung und/oder Training der Fuß braucht, ist von der Analyse und dem Ziel abhängig.

Keine starre Unterstützung

links: propriorezeptive Sohle, rechts: fazilitierende Sohle

Der immense Unterschied zu herkömmlichen Einlagen sind die Wirkmechanismen. Hier wirken die Sohlen auf zwei verschiedene Arten. Auf der einen Hand haben wir die propriorezeptiven Einlagen, die über bestimmte, reaktive Muskelarbeit (die Muskelspindel und den Golgisehnenapparat) Einfluss auf den Tonus von Muskeln und Muskelketten nehmen. So werden bestimmte Muskelgruppen aktiviert und andere inhibiert. Mit den fazilitierenden Sohlen auf der anderen Hand wird ein bestimmtes Bewegungsmuster geschult und unterstützt. Diese Einlagen sollen ein ökonomisches Abrollverhalten anbahnen und den Muskelketten ermöglichen aktiv zu werden.

Abhängig von der Belastung (Sport, Gewicht, …), dem Schwierigkeitsgrad der Fehlstellung und dem Ziel, welches angestrebt wird, entscheiden sich die PodotherapeutInnen für eine propriorezeptive oder fazilitierende Versorgung oder auch in manchen Fällen für beides.

Wie läuft so eine Anpassung ab?

Zuerst wird ein ausführliches Gespräch geführt, sodass sich der/die TherapeutIn ein genaues Bild von dem Wunsch des/der PatientIn machen kann. Anschließend wird mit Hilfe einer Inspektion, Fußabdrücken, einer Videoanalyse und einer Untersuchung der Status quo bestimmt. Indem der oder die Patientin auf einem Podoskop (siehe Bild) platziert wird und bestimmte Keile unterlegt werden, wird der unmittelbare Effekt auf den Körper ersichtlich und eine Einlage angepasst. Diese Keile werden anschließend auf dem Fußabdruck eingezeichnet und an den orthopädischen Schuhmacher weitergeleitet.

Bei fazilitierenden Sohlen muss zusätzlich noch ein Schaumtritt gemacht werden. Die Einlagen werden anhand dessen gegossen und passen somit ideal zum Fuß. Nach 2-3 Wochen kommen die Sohlen direkt mit der Post zu unseren PatientInnen nach hause.

Bei der erstmaligen Anpassung wird empfohlen nach 3 Monaten einen Kontrolltermin auszumachen. Oft werden hier schon Veränderungen vorgenommen. Wie Therapeutische Keile entfernt oder manch andere intensiviert. Bei Kindern ist weiterhin eine engmaschige Kontrolle (1/2 jährlich) sinnvoll, wobei bei Erwachsenen einmal im Jahr meist ausreicht. Jedoch kann dies natürlich auch variieren. Bei der Kontrolle werden ebenfalls wieder Fußabdrücke und eine Videoanalyse durchgeführt und mit dem vorigen Termin verglichen.


Die Podotherapie ist eine optimale Ergänzung im Gesundheitswesen, da mit relativ simpler Intervention und ohne viel Anstrengung im Alltag jeder Schritt ein Trainingseffekt oder therapeutischen Effekt haben kann. Bei schwerwiegenden Fehlstellungen empfehlen die Therapeuten häufig eine zusätzliche Osteopathie, die gerade bei Kindern sehr häufig sinnvoll ist, eine Physiotherapie oder zeigen noch zusätzlich unterstützende Übungen.


Noch Fragen?

Falls noch Fragen offen geblieben sind, kannst du dich gerne bei uns melden. Wir freuen uns über dein Interesse!
Termine für eine Erstuntersuchung kannst du dir per Email (team@gsb.at) oder telefonisch unter 01/865 99 56 ausmachen.

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Karin Kernmayer

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